4.11.2002: 9. R.I.O. Management Forum zum Thema: "Nachhaltigkeitsdynamik als Weg zu Wohlstand"
Wohlstand und Wachstum in der Zentralschweiz - aber wie?
Wohlstand und Wohlergehen gehören zu den Wünschen aller Einwohner und Einwohnerinnen einer Region. Am 9. R.I.O. Management Forum wurden Wege diskutiert, wie eine Region wie die Zentralschweiz zu einem nachhaltigen Wachstum kommen kann und gleichzeitig diese Bedürfnisse zu befriedigen. R.I.O. IMPULS sucht Neudenker, die mithelfen die Visionen für die Zukunft der Zentralschweiz zu formulieren, sowie die Macher um Netzwerke aufzubauen und die Strategie umzusetzen.
René Longet
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Mit dem Thema des nachhaltigen Wachstums in den Regionen hat sich R.I.O. IMPULS zum Ziel gesetzt, sowohl Unternehmen als auch regionale Netzwerke in einen langfristigen Prozess zu involvieren. Zehn Jahre nach dem Gipfel von Rio werden an den jährlich stattfindenden Management Foren nicht mehr nur Managementsysteme und der effiziente Umgang mit Ressourcen gepredigt, sondern Prozesse initiiert und eine Drehscheibe für Netzwerke aufgebaut. R.I.O. IMPULS möchte mit einer Kettenreaktion zu einer grösseren Breitenwirkung der Nachhaltigkeit beitragen.
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Barbara Dubach |
Die Referenten des Forums zeigten auf, dass effektiv arbeitende Netzwerke und der Aktionsplan des Gipfels von Johannesburg die Grundlage darstellen, um die Regionen in Richtung intelligentes Wachstum zu führen. René Longet von "equiterre" und Barbara Dubach vom "World Business Council for Sustainable Development" zeigten auf, dass am Gipfel wichtige Schwerpunkte definiert wurden, wie beispielsweise die Armutsbekämpfung. Der wichtigste Entscheid sei jedoch, der dokumentierte Wille zur Umsetzung der Strategien der nachhaltigen Entwicklung.
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Theo Schnider 
Thomas Lütolf
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Anhand des Biosphärenreservats Entlebuch und des Netzwerks von Mobility legten Theo Schnider und Thomas Lütolf dar, wie die konkreten Modelle der Zusammenarbeit auf regionaler und nationaler Ebene aussehen. Sie konnten nicht nur Konzepte sondern konkrete Erfolge, auch wirtschaftlichen Mehrwert, ausweisen. Anhand von Netzwerken der Wirtschaft im Ruhrgebiet und Net'z in der Zentralschweiz, sowie einer Studie zu Netzwerken in ländlichen Regionen konnten Uwe Stoklossa, Beat Aregger und Beate E. Wilhelm die Chancen und Gewinne von Kooperation aufzeigen. Durch Ressourceneinsparungen und Innovation können Netzwerke beträchtliche Gewinne realisieren. Allzu oft verhindern aber Einzelinteressen, wenig effektive Netzwerkarbeit und mangelnde Führung einen noch grösseren Erfolg.
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Ursula Sury
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Visionen für eine attraktive Zentralschweiz
Die Präsidentin der Kommission für Wirtschaftsfragen der Stadt Luzern Ursula Sury zeigte auf, wie die Ziele für die Zentralschweiz auf der Basis der Strategie Nachhaltigkeit des Bundes aussehen könnte. Wesentlich dabei ist, dass sich die Region auf die Stärken besinnt, Instrumente entwickelt um die drei Säulen der Nachhaltigkeit (Wirtschaft, Gesellschaft und Ökologie) gleichermassen zu berücksichtigen und den Diskurs über Werte offen zu führen. Die drei Visionen für Sie sind: Förderung des regionalen Selbstverständnisses sowie die politische Einheit Zentralschweiz (ein Kanton?), der Lebensqualität und schliesslich ein Zentrum für Bildung, Kultur und Innovation.
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Friedrich Schmidt-Bleek
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Gleicher Lebensstandard mit einem Zehntel des heutigen Ressourcenverbrauchs
Im abschliessenden Referat wies Friedrich Schmidt-Bleek auf die nicht mehr abzuwendende Reform der Wirtschaft hin. Das künftige Wirtschaftswachstum hängt von der Fähigkeit ab, natürliche Ressourcen zu schonen und durch intelligentes Wachstum zu kompensieren. "Wenn 5 Milliarden Menschen den westlichen Lebensstil kopieren, wird es zwei Erden brauchen, um über die notwendigen Ressourcen zu verfügen. Deshalb können wir nur mit gesteigerter Ressourcenproduktivität und Innovationen den heutigen Lebensstandard aufrecht erhalten". Die Grundlagen und das Wissen für die Lösung anstehender Probleme sind vorhanden und werden kaum genutzt. Er sagte mit Nachdruck, dass wir jede nachhaltige Entwicklung vergessen können, wenn sie im Vergleich zu anderen Strategien nicht die besten kurz- und langfristigen Gewinne bieten.
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Terje Skriver

Engelbert Ruoss |
Der Verein R.I.O. IMPULS wird also künftig einen Beitrag leisten, um grössere Regionen mittels Netzwerken in ein nachhaltiges Wachstum überzuführen. Dies wird gemäss Terje Skriver und Engelbert Ruoss realisiert, indem regionale Strukturen und Netzwerke geschaffen und Kooperationen in und zwischen Regionen aufgebaut werden. Das methodische Vorgehen mit "TarDec Leadership System" macht durch stete Vereinfachung und Optimierung das Vorgehen immer schneller und wirkungsvoller. Der Präsident von R.I.O. IMPULS, Engelbert Ruoss, zeigte sich mit den Ergebnissen sehr zufrieden: "Anhand der Erfahrungen bestehender Netzwerke und Modelle sowie auf der Basis des Aktionsplanes des Gipfels von Johannesburg gilt es nun, ein Wachstum unter Berücksichtigung der Prämissen der nachhaltigen Entwicklung auszulösen. Unternehmer und Politiker in der Zentralschweiz werden nun gesucht, die ihre persönlichen Erfahrungen im weiteren Prozess einbringen wollen".
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